Häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen zum Weihnachtsbaum

Welche Bäume sind als Weihnachtsbaum geeignet?
Die Nordmann-Tanne hat durch ihre Nadelfestigkeit inzwischen den größten Marktanteil in Europa. Geeignet ist aber auch die Blaufichte wegen der Nadelfärbung und des besonderen Duftes. Nobilistanne, Serbische Fichte, Rotfichte, Bergkiefer, Schwarzkiefer und Koreatanne haben auf dem Markt praktisch keine Bedeutung mehr.

Woher kommt der Name Nordmann-Tanne?
Die Nordmann-Tanne ist nach dem finnischen Botaniker Alexander von Nordmann (1803-1866) benannt, der sie 1838 im Kaukasus entdeckte.

Wo sind die Anbauflächen für Nordmann-Tannen?
Das größte zusammenhängende Anbaugebiet in Europa für die Nordmann-Tanne ist das Sauerland. Es werden aber auch Millionen von Nordmann-Tannen in Dänemark und in der Nähe der deutschen Nord- und Ostsee angebaut, da sich diese Gebiete als ideal herausgestellt haben.

Wie alt ist der Weihnachtsbaum beim Verkauf?
Eine 2 Meter große Nordmann-Tanne ist ca. 10 bis 11 Jahre alt. Alle Nordmann-Tannen entstehen aus Samen, die aus dem Kaukasus importiert werden. Nach der Aussaat bleibt die Jungpflanze ungefähr drei Jahre in der Baumschule. Anschließend wird sie in die endgültige Plantage gepflanzt. Unter ständiger Pflege wächst sie dort bis zu 7 Jahren weiter bis sie die gewünschte Größe als Weihnachtsbaum erreicht hat und geerntet wird.

Werden denn auch Spritzmittel verwendet?
Um die Plantagen vor Schädlingen und einer Verunkrautung zu schützen, reichen bei gezieltem Einsatz geringe Mengen von Pflanzenschutzmitteln. Es dürfen aber nur Mittel eingesetzt werden, die auch für die herkömmliche Landwirtschaft zugelassen sind. Bis der Baum in den Verkauf kommt sind die Rückstände der Spritzmittel längst abgebaut. Als alternative Methode zur Unkrautbekämpfung werden Shropshire-Schafe, die nicht Nadelbäume verbeißen sondern nur Unkraut fressen, eingesetzt.

Ist die Nordmann-Tanne nadelfest?
Grundsätzlich gilt die Nordmann-Tanne als nadelfest. Ihre Nadeln haben eine Lebenserwartung von 6-7 Jahren. Ältere, innenliegende Nadeln wirft der Baum ab.

Wie soll ich den Weihnachtsbaum nach dem Kauf lagern?
So lange der Baum nur wenig Feuchtigkeit verliert, bleibt er auch über einen längeren Zeitraum frisch. Deshalb reicht es, wenn Sie ihn möglichst kühl, sonnen- und windgeschützt im Netz lagern. Noch besser ist es, wenn Sie ihn in einen Eimer mit Wasser stellen, aber vorher unten am Stamm ca. 3 cm absägen, damit er das Wasser auch aufnehmen kann. Am besten verwenden Sie auch zum Aufstellen einen Weihnachtsbaumständer mit Wasserspeicher.

Wie stelle ich den Baum am besten auf?
Am besten stellen Sie den Baum einen Tag vor dem Schmücken in den Ständer und schneiden dann erst das Netz von unten nach oben auf. So hat die Tanne ausreichend Zeit, sich zu entfalten.

Wie entsorge ich den Baum nach dem Fest am besten?
Die Möglichkeiten sind regional verschieden. Beachten Sie dazu Hinweise in Ihrer örtlichen Zeitung oder fragen Sie bei Ihrem Wertstoffhof nach. Der Baum soll aber auf jeden Fall vollständig abgeschmückt werden.

Können durch den Weihnachtsbaum Allergien entstehen?
Der Baum selber löst keine Allergie aus. Das Harz der Tanne enthält ätherische Öle die einen angenehmen Duft verströmen. Diese Öle, auch Terpene genannt, wirken positiv auf die Nasenschleimhäute und Atemwege. In ganz seltenen Fällen können die Terpene Allergien auslösen.

Welche Tradition hat der Weihnachtsbaum?
Der Weihnachtsbaumbrauch ist ca. 400 Jahre alt und hat seinen Ursprung in den heidnischen Sitten der Mittwinterzeit. Dabei wurden Zweige ins Haus geholt, um Dämonen zu vertreiben, das Frühjahr zu bringen und die Fruchtbarkeit zu fördern. Um 1605 sollen die ersten geschmückten aber kerzenlosen Bäume in Straßburg die Stuben verschönert haben. Im 19. Jahrhundert mit der Biedermeierzeit wird der Weihnachtsbaum eleganter Mittelpunkt des Weihnachtsfestes der gut-bürgerlichen Familie. 1882 wird über den ersten mit elektrischem Licht beleuchteten Baum berichtet. Ab 1900 trat der Weihnachtsbaum seinen Siegeszug an. Heute steht in 90% der deutschen Haushalte mit mindestens 3 Personen ein Baum zum Weihnachtsfest im Wohnzimmer.

Welche Vorteile hat der natürliche Weihnachtsbaum gegenüber dem künstlichen?
Abgesehen davon, dass man den künstlichen Weihnachtsbaum alle Jahre wieder verwenden kann, hat er eigentlich keine Vorteile. Ganz im Gegenteil. Seine Herstellung findet in Asien statt und schafft in Europa keine Arbeitsplätze, der natürliche Weihnachtsbaum dagegen schon. Der Anbau und Vertrieb von Weihnachtsbäumen hat sich in Europa inzwischen zu einem echten Wirtschaftszweig entwickelt. Rund 100.000 Arbeitsplätze hängen an der Weihnachtsbaum-Produktion. Und ein Weihnachtsbaum, der über mehrere Jahre wächst, bindet Biomasse und spendet Sauerstoff.