Umwelt

 

Umwelt

Die Produktion des Weihnachtsbaumes findet heutzutage nahezu ausschließlich auf landwirtschaftlichen Flächen statt. Weihnachtsbaumplantagen sind bei uns genehmigungspflichtig. Im Genehmigungsverfahren wird auch die Umweltverträglichkeit auf das Genaueste geprüft.

Immer mehr Plantagen werden heute auf natürlichem Wege vor Verunkrautung geschützt. Hier kommen vor allem die "Shropshire Schafe" zum Einsatz. Das Shropshire Schaf ist weltweit das einzige Schaf, das die Weihnachtsbäume in den Kulturen nicht verbeißt, sondern nur Gras und Unkraut abweidet. So wird es erfolgreich zur Graswuchsregulierung in den Kulturen eingesetzt. Als zusätzlichen Nebeneffekt vertreiben die Schafe auch weitere Schädlinge, die Mäuse, indem sie die Mäusegänge zutreten. Mäuse können durch Anfressen der Baumwurzeln große Schäden in den Kulturen anrichten.
Durch die Produktion von Biomasse und damit Bindung von Kohlendioxid und die Erzeugung lebensnotwendigen Sauerstoffes ist der Anbau von Weihnachtsbäumen der normalen Landwirtschaft weit überlegen. Außerdem kann sich auf den Flächen, bedingt durch die lange Produktionszeit, eine Flora und Fauna entwickeln, wie es bei normalem Ackerbau wegen des regelmäßigen Pflügens nicht möglich wäre.

Oftmals stehen auch die weiten Transportwege der Bäume zur Diskussion. Hierzu sollte man wissen, dass eine durchschnittliche LKW-Ladung ca. 1.100 Bäume enthält. Selbst wenn die Bäume von Dänemark nach Süddeutschland, das sind ca. 1.200 km, transportiert werden, entfällt auf jeden Baum nur ca. 1,1 LKW-km. Bei einem Transport von Dänemark in das Ruhrgebiet sind es durchschnittlich nur ca. 0,7 LKW-km pro Baum.

Somit zählt der Weihnachtsbaum zu den umweltverträglichsten Konsumgütern. Nur durch die "emotionale Nähe" des Weihnachtsbaumes zum Wald gerät er immer wieder in die Diskussion.

Die Plantagenproduktion hat aber mit dem Abholzen von Wäldern nichts zu tun. Die Bewirtschaftung der Weihnachtsbaumplantagen wird meistens von Forstbetrieben vorgenommen, die mit ihrem Fachwissen die besten Voraussetzungen für die Weihnachtsbaumproduktion mitbringen. Diese zusätzliche Einnahmequelle hat vielen Forstbetrieben erst die Möglichkeit gegeben, in Zeiten ständig fallender Preise für Langholz wirtschaftlich zu überleben.